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Neue regionale Identitäten und strategischer Essentialismus. Eine vergleichende Studie zu Potenzialen und Blockierungen multipler und interkultureller Identitätsbildung

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Neue regionale Identitäten und strategischer Essentialismus. Eine vergleichende Studie zu Potenzialen und Blockierungen multipler und interkultureller Identitätsbildung

New regional identities and strategic essentialism. A comparative study on potentials and obstacles for multiple and intercultural identities


Erfassungsnr.: 20152697
Stand der Forschungsarbeit: abgeschlossen
Laufzeit von: 2001/10
Laufzeit bis: 2004/10
Art der Forschung: gefördert
Status 1: f fertig
Status 2: 22 f-fertig, i-fertig
Kontakt:

Dr. Rost, Dietmar (E-Mail: drost@nullrz.uni-potsdam.de)

Institutionen


Forschungseinrichtung:Professur für Allgemeine Soziologie (Potsdam)
Forschungseinrichtung:Institute for Social Studies (Warschau)
Forschungseinrichtung:Dipartimento di Sociologia e Ricerca Sociale (Trento)
Forschungseinrichtung:Institut für Politikwissenschaft (Innsbruck)
Finanzierer:Volkswagen Stiftung (Hannover)
Auftraggeber:nein

Beteiligte Personen


Leitung:Prof. Dr. Erhard Stölting (Universität Potsdam (Potsdam))
Bearbeitung:Dr. Dietmar Rost (Universität Potsdam (Potsdam))
Bearbeitung:Ph.D. Zarycki Tomasz (University of Warsaw (Warschau))
Bearbeitung:Anna Tucholska (University of Warsaw (Warschau))
Bearbeitung:Prof. Dr. Gaspare Nevola (Università degli Studi di Trento (Trento))
Bearbeitung:Dr. Paolo Pasi (Università degli Studi di Trento (Trento))
Bearbeitung:Dr. Ivan Pedrazzini (Università degli Studi di Trento (Trento))
Bearbeitung:Prof. Dr. Günther Pallaver (Universität Innsbruck (Innsbruck))

Inhalt

Deutsch:

Globalisierung und Europäisierung haben zu einer Stärkung der supranationalen und der regionalen Ebene sowie zu einer zumindest relativen Schwächung der nationalstaatlichen Ebene beigetragen. In diesem Zusammenhang untersucht das Forschungsprojekt Konsequenzen hinsichtlich der Konstruktion kollektiver Identitäten. Während Nationalismus und Nationalstaatlichkeit durch einen totalisierenden Effekt geprägt sind, d.h. durch eine Tendenz, alle Phänomene auf der nationalen Ebene abzubilden und dadurch nicht zuletzt interkulturellen und pluralen Kulturmustern entgegenzuwirken, stellt sich nun die Frage, ob mit der gegenwärtigen Konjunktur des Regionalen günstigere Bedingungen für die Entwicklung multipler bzw. neuer inter- und transkultureller Identitäten einhergehen. Dies soll anhand der von den Kooperationspartnern durchgeführten Fallstudien zu Regionen in Italien, Polen und Deutschland untersucht werden. Dabei wird unter anderem nach Beziehungen zwischen den Sozialwissenschaften und der regionalistischen Praxis sowie nach Spuren einer steigenden Reflexivität in der Artikulation kollektiver Identitäten bzw. eines strategischen Essentialismus gesucht.



Geographischer Raum: IT (Trentino-Alto Adige/ Südtirol, Friuli Venezia Giulia, Veneto); Polen (Warminski-Mazurskie, Slaskie Swietokryskie); Brand
Grundlegender theoretischer / methodischer Ansatz (Forschungsparadigma): Anhand von Fallstudien sollen Thematisierungen bzw. Konstruktionen des Regionalen und von regionaler Identität, die innerhalb von Öffentlichkeiten artikuliert und debattiert werden, hinsichtlich ihrer Legitimierung sowie ihrer Grenzziehungen gegenüber Anderem und Fremden untersucht werden. Untersuchung von Formen eines strategisch motivierten Essentialismus seitens regionalistischer Akteure sowie entsprechender Positionen innerhalb der Sozialwissenschaften.
Schlagwörter: postsozialistisches Land, Bundesrepublik Deutschland, regionale Entwicklung, kollektive Identität, regionale Identität, Identitätsbildung, internationaler Vergleich, Italien, interkulturelle Faktoren, Polen, Europäisierung, Akteur
Hauptklassifikation: 10216: Kultursoziologie, Kunstsoziologie, Literatursoziologie
Methode: Befragung, Aktenanalyse, empirisch, Fallstudie, Inhaltsanalyse, Querschnitt, empirisch-qualitativ

Datengewinnung

 

Inhaltsanalyse - offen

Stichprobengröße:ca. 6
Erhebungseinheiten:TV-Produktionen über die Region
 

Aktenanalyse - offen

Erhebungseinheiten:Presse, Veröffentlichungen regionaler Akteure
Auswahlverfahren:theoriegeleitet
 

Qualitatives Interview

Stichprobengröße:ca. 30
Erhebungseinheiten:Akteure der regionalen Öffentlichkeit
Auswahlverfahren:theoriegeleitet
Feldarbeit erfolgte durch: Mitarbeiter/-innen des Projekts
Untersuchungsdesign: Querschnitt

Veröffentlichungen

  • Rost, Dietmar; Stölting, Erhard; Zarycki, Tomasz; Pasi, Paolo; Pedrazzini, Ivan; Tucholska, Anna: New regional identities and strategie essentialism. Case studies from Poland, Italy and Germany. Reihe: Region - Nation - Europa, Bd. 39. Müster: LIT 2007. ISBN 978-3-8258-9656-0.
  • Rost, Dietmar: In der Geisterbahn kollektiver Identität. Lutz Niethammers Kritik einer Begriffskonjunktur. (Rezensionsaufsatz: Lutz Niethammer: Kollektive Identität. Heimliche Quellen einer unheimlichen Konjunktur). in: Forum Qualitative Sozialforschung/ Forum: Qualitative Social Research, Vol. 4, 2003, No. 2. Siehe unter http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-03/2-03review-rost-d.htm.
  • Rost, Dietmar: Die Produktion der "Brandenburger". Eine Fallstudie zu regionalem Fernsehen und dessenBemühungen um Stiftung von Landesidentität durch Geschichte. in: Forum Qualitative Sozialforschung/ Forum: Qualitative Social Research, Vol. 5, 2004, No. 2. Siehe unter http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-04/2-04rost-d.htm.
  • Zarycki, Tomasz; Tucholska, Anna: Region ktorego mialo nie byc. Paradoksv tozsamosci wojewodztwa swietokrzyskiego w kontekscie krajowym i europejskim. in: Lukowski, W. (ed.): Tozsamosc regionow w Polsce w przestrzeni europejskiej, Katowice. A region which was not supposed to exist. The paradoxes of the identity of the Swietorzyskie region in the Polish and European context.
  • Zarycki, Tomasz: On attitudes towards the regionalisation of Poland. in: Zarycki, Tomasz; Kolankiewicz, George (eds.): Regional issues in Polish politics. SSEES Occasional Papers. London: School of Slavonic and East European Studies 2003, pp. 263-265.

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

  • Projektantrag an die Volkswagenstiftung.



Informationsquelle: GESIS, Forschungserhebung 2015/ SOFISwiki
Alte Erfassungsnr.: 20009227, 20011443, 20032346, 20063493