SOFISwiki

Geschlechtsspezifische Folgen der Rezeption medialer Gewalt - ein empirischer Vergleich neurobiologischer, soziologischer und kriminologischer Erklärungen

Aus SOFISwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Geschlechtsspezifische Folgen der Rezeption medialer Gewalt - ein empirischer Vergleich neurobiologischer, soziologischer und kriminologischer Erklärungen

Gender-specific consequences of the reception of medial violence - an empirical comparison of neurobiological, sociological and criminological explanations


Erfassungsnr.: 20108795
Stand der Forschungsarbeit: keine Angabe
Laufzeit von: 2007/04
Laufzeit bis: 2010/03
Status 1: f fertig
Status 2: 22 f-fertig, i-fertig
Kontakt:

Institution -Sekretariat-

Institutionen


Forschungseinrichtung:Max-Weber-Institut für Soziologie (Heidelberg)
Forschungseinrichtung:Universität Basel (Basel)
Forschungseinrichtung:Institut für Kriminologie (Heidelberg)
Forschungseinrichtung:Zentrum für Psychosoziale Medizin Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin (Heidelberg)
Forschungseinrichtung:Deutsches Krebsforschungszentrum (Heidelberg)
Auftraggeber:keine Angabe

Beteiligte Personen


Leitung:Prof. Dr. Dieter Hermann (Univ. Heidelberg, Max-Weber-Inst. für Soziologie)
Bearbeitung:Dr. Maria Blatow (Univ. Basel)
Bearbeitung:Prof. Dr. Dieter Dölling (Univ. Heidelberg, Inst. für Kriminologie)
Bearbeitung:Marconer Essig
Bearbeitung:Prof. Dr. med. Frederik Giesel (Univ. Heidelberg, Radiologische Klinik)
Bearbeitung:PD Dr. Christian Laue (Univ. Heidelberg, Inst. für Kriminologie)
Bearbeitung:Prof. Dr. med. Günter H. Seidler (Univ. Heidelberg, Zentrum für Psychosoziale Medizin)
Bearbeitung:Prof. Dr. med. Christoph Stippich (Univ. Basel)
Bearbeitung:Dr. Angelika Treibel (Univ. Heidelberg, Inst. für Kriminologie)

Inhalt

Deutsch:

Die Ergebnisse der Studien zu den Folgen des Konsums von Mediengewalt variieren zwar erheblich, aber die neueren Metaanalysen zu der Thematik belegen einen mit zunehmender Aktualität der Studie größer werdenden Zusammenhang zwischen Medienrezeption und Gewalthandeln; während bei Frauen der Konsum medialer Gewalt insbesondere mit einer Zunahme der Kriminalitätsfurcht korrespondiert, reagieren Männer mit vermehrter Aggressivität und Gewalt sowie mit einem Abbau von Empathie. Allerdings ist unklar, warum Frauen und Männer unterschiedlich reagieren. In der Studie sollen mögliche Ursachen für die geschlechtsspezifischen Reaktionen auf Mediengewalt empirisch überprüft werden. Dabei stehen zwei sich ergänzende Hypothesen im Vordergrund. Nach Hypothese 1 nehmen Frauen und Männer medial vermittelte Gewalt unterschiedlich wahr, d.h. die Konfrontation mit Mediengewalt aktiviert unterschiedliche Hirnregionen in unterschiedlichem Ausmaß. Folglich reagieren sie auch unterschiedlich auf Mediengewalt. Nach Hypothese 2 reagieren Frauen und Männer sozialisationsbedingt unterschiedlich auf Gewaltmedien. Die Hypothesen sollen durch Befragungen und Experimenten mit dem Einsatz bildgebender Verfahren, der funktionalen Magnetresonanz-Tomographie (fMRT), überprüft werden. Die Untersuchung hat den Charakter einer Pilotstudie.



Schlagwörter: Gewalt, Aggressivität, Medien, Angst, Folgen, Massenmedien, Frau, biologische Faktoren, Wahrnehmung, Mann, Empathie, geschlechtsspezifische Faktoren, soziale Faktoren, geschlechtsspezifische Sozialisation, Rezeption, psychosoziale Faktoren
Hauptklassifikation: 10214: Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie
Klassifikation: 10706: Sozialpsychologie, 50200: Naturwissenschaften, Technik(wissenschaften), angewandte Wissenschaften
Methode: Befragung, empirisch, Experiment, empirisch-quantitativ

Datengewinnung

Veröffentlichungen

  • Hermann, D.: Die Erklärung geschlechtsspezifischer Unterschiede hinsichtlich Gewaltkriminalität. in: Schöch, H.; Jehle J.-M. (Hrsg): Angewandte Kriminologie zwischen Freiheit und Sicherheit. Mönchengladbach 2004, S. 567-581.

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

keine Angabe



Informationsquelle: Internet: http://www.soz.uni-heidelberg.de/Forschungsprojekte/63,0,0,0,1.html