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"Zur interdependenten Konstitution von Unternehmenskultur, Corporate Identity und Wirtschaftsethik". Ein Kulturvergleich symbolischer und normativer Integration im Automobilsektor

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"Zur interdependenten Konstitution von Unternehmenskultur, Corporate Identity und Wirtschaftsethik". Ein Kulturvergleich symbolischer und normativer Integration im Automobilsektor


Erfassungsnr.: 20109373
Stand der Forschungsarbeit: keine Angabe
Laufzeit von: 2008/01
Art der Forschung: Eigenprojekt
Kontakt:

Bearbeiter (E-Mail: Jochen.Dreher@nulluni-konstanz.de)

Institutionen

Forschungseinrichtung:FB Geschichte und Soziologie Fach Soziologie Forschungsgruppe Wissenssoziologie (Konstanz)
Auftraggeber:keine Angabe
Finanzierung:im Rahmen der Exzellenzinitiative der Universität Konstanz

Beteiligte Personen


Bearbeitung:Dr. Jochen Dreher

Inhalt

Deutsch:

Die Zielsetzung des internationalen Forschungsprojekts besteht in der qualitativ-empirischen, kulturvergleichenden Analyse der Konstitution von Unternehmenskultur, Corporate Identity und Wirtschaftsethik in drei unterschiedlichen Wirtschaftsunternehmen der Automobilbranche; die Studie wird sich auf die Daimler AG, Toyota und Ford konzentrieren. Obwohl es sich bei den zu untersuchenden Unternehmen um transnationale Konzerne handelt, kann davon ausgegangen werden, dass die von der systemisch-funktionalen Ebene des zweckrationalen Handelns abweichenden "lebensweltlichen" Phänomene Unternehmenskultur, Corporate Identity und Wirtschaftsethik von der jeweiligen Landeskultur geprägt sind, in welcher das entsprechende Unternehmen seinen Ursprung hatte. Der im Projekt angestrebte Kultur- bzw. Unternehmensvergleich hinsichtlich der drei zu analysierenden Phänomene soll zum einen die Spezifik der Integrationsformen der Konzerne anhängig vom kulturellem Hintergrund zum Ausdruck bringen, darüber hinaus soll die Kontrastierung der drei Fallbeispiele Daimler AG, Toyota und Ford grundsätzliche Zusammenhänge zwischen Unternehmenskultur, Corporate Identity und einer entsprechenden Wirtschaftsethik mit Hilfe von soziologischen Analysen offen legen. Aus wissenssoziologischer Perspektive werden die symbolische Konstitution der Unternehmenskultur - des "Innenlebens" -, der Corporate Identity als "Image" vermittelnde "Außenrepräsentation" sowie die normative Konstitution der vertretenden Wirtschaftsethik dieser Automobilkonzerne qualitativ-empirisch untersucht. Dabei ist entscheidend, dass aus wissenssoziologischer Sicht das Spannungsverhältnis von Individuum und Kollektiv im Zentrum der Analyse steht, d.h., dass individuelle Akteure - im vorliegenden Falle insbesondere Führungskräfte - in ihrer Beziehung zur Organisation fokussiert werden. Folgende soziologische Fragestellungen ergeben sich in diesem Zusammenhang im Rahmen der Projektkonzeption: Wie wird eine spezifische Unternehmenskultur, die für die symbolische Integration einer Organisation mit verantwortlich ist, abhängig von jeweiligen kulturellen - vereinfacht formuliert deutschen, japanischen bzw. US-amerikanischen - Kontext herausgebildet? Wie erfolgt die Identifikation einzelner Mitarbeiter mit dem Unternehmen und wie wird ein Zusammenhalt im Kollektiv erzeugt? Wie wird eine spezifische Corporate Identity wiederum ausgehend von einem kulturellen Kontext für die Repräsentanten des Unternehmens und für einen globalen Markt etabliert? Welche Wertvorstellungen, welche wirtschaftsethischen Überlegungen dirigieren das Handeln der Repräsentanten dieser Unternehmen? Inwiefern erfolgt eine Orientierung an marktwirtschaftlichen Interessen bzw. wann werden diese gesellschaftsdienlichen Interessen untergeordnet? Oder ist möglicherweise festzustellen, dass beide Orientierungen, die nach einer völlig unterschiedlichen Logik funktionieren, sich positiv ergänzen?



Grundlegender theoretischer / methodischer Ansatz (Forschungsparadigma): Während der Projektvorbereitung im Jahre 2008 wird Dr. Jochen Dreher Interviews mit Führungskräften (unterschiedlicher Hierarchieebenen) und Betriebsräten bei Ford, Toyota un der Daimler AG durchführen. Diese explorative Phase dient der Organisation und Planung des internationalen Forschungsprojektes und -netzwerkes, das mit der renommierten Waseda University in Tokio, Japan sowie einer weiteren potentiellen Partneruniversität in den USA zusammenarbeiten wird.
Schlagwörter: Kraftfahrzeugindustrie, Führungskraft, Wirtschaftsethik, kulturelle Faktoren, Identität, Wertorientierung, Unternehmenskultur, Corporate Identity
Hauptklassifikation: 10204: Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen
Klassifikation: 10219: Wissenssoziologie, 1090304: Wirtschaftssektoren
Methode: Befragung, empirisch, Exploration, Querschnitt, empirisch-qualitativ

Datengewinnung

Veröffentlichungen

keine Angabe

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

keine Angabe



Informationsquelle: Internet: http://www.uni-konstanz.de/fg-wiss/?q=node/3