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"Karrierezicken" und "Supermuttis": Erfassung ambivalent sexistischer Einstellungen und Stereotype hinsichtlich verschiedener Subgruppen von Frauen

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"Karrierezicken" und "Supermuttis": Erfassung ambivalent sexistischer Einstellungen und Stereotype hinsichtlich verschiedener Subgruppen von Frauen

Hostile and benevolent attitudes towards women - construction and validation of an ambivalent sexism scale by means of two-stage-pretesting (working title)


Erfassungsnr.: 20073977
Stand der Forschungsarbeit: keine Angabe
Laufzeit von: 2007/02
Laufzeit bis: 2009/01
Art der Forschung: Dissertation, gefördert
Kontakt:

Bearbeiterin (E-Mail: astridschuessler@nullaol.com)

Institutionen


Forschungseinrichtung:Graduiertenkolleg 884 "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Ursachen, Phänomenologie und Konsequenzen" (Marburg)
Finanzierer:Deutsche Forschungsgemeinschaft (Bonn)
Auftraggeber:nein

Beteiligte Personen


Bearbeitung:Dipl.-Soz.Wiss. Astrid Schüßler
Betreuung:Prof. Dr. Peter Schmidt
Betreuung:Prof. Dr. Gerd Bohner

Inhalt

Deutsch:

Allgemeine Fragestellung: 1. Teil der Dissertation: Es wurde in 4 Studien überprüft, ob sich die Anwendung von kognitiven Interviews positiv auf die Datenqualität der Skala zur Erfassung des modernen Sexismus (Eckes & Six-Materna, 1998) auswirkt. 2. Teil der Dissertation: Auf der Grundlage der ambivalenten Sexismustheorie von Glick und Fiske (1996) wird eine neue Sexismus-Skala (in deutsch und englisch) entwickelt, die feindselige sowie wohlwollende Einstellungen gegenüber verschiedenen Subgruppen von Frauen (traditionelle vs. nicht-traditionelle) direkter erfasst als dies bei früheren Messinstrumenten der Fall war. 3. Teil der Dissertation: Es wird untersucht, welche Stereotype, Emotionen und Verhaltenstendenzen Hausfrauen und Karrierefrauen hervorrufen, sobald ihre Mutterqualitäten mitberücksichtigt werden. Gegenstand der bisherigen Forschung waren in diesem Zusammenhang ausschließlich die Hausfrau (die mit einer "guten" Mutter gleichgesetzt wird), sowie die Karrierefrau (die als "Rabenmutter" angesehen wird). Die beiden anderen Subgruppen blieben bislang unberücksichtigt. Im Rahmen dieser Fragestellung wird auch die Vorhersagevalidität der neu entwickelten ambivalenten Sexismus-Skala (siehe 2. Teil der Dissertation) überprüft. Theoretischer Hintergrund (zum 3. Teil der Dissertation): 1. Theorie des ambivalenten Sexismus; 2. Stereotype Content Model: viele Gruppen werden hoch auf einer der beiden Dimensionen angesehen und gleichzeitig niedrig auf der anderen - der Status und die Abhängigkeit (kooperativ oder kompetetiv) einer Gruppe bestimmen die Inhalte der Stereotype (Fiske, Cuddy, Glick & Xu, 2002); 3. Behaviors from Intergroup Affect and Stereotypes Map: die Emotionen (Mitleid, Bewunderung, Verachtung oder Neid), die einer Gruppe entgegengebracht werden, bestimmen die Verhaltenstendenzen (Erleichterung oder Schaden) dieser Gruppe gegenüber (Cuddy, Fiske & Glick, 2007).



Grundlegender theoretischer / methodischer Ansatz (Forschungsparadigma): Methode (zum 3. Teil der Dissertation): Stichprobe: Studierende und Nicht-Studierende (N größer/ gleich 200). Materialien und Durchführung: Die Vpn erhalten jeweils eine der 4 Beschreibungen der Subgruppen von Frauen (between-subjects design). Im Anschluss daran wird ihnen ein Fragebogen vorgelegt, in dem sie angeben sollen, welche Stereotype, Emotionen und Verhaltenstendenzen diese Frau erweckt. Zudem werden die ambivalent sexistischen Einstellungen der Vpn mit Hilfe der neu entwickelten Skala erfasst. Unabhängige Variablen: 4 verschiedene Subgruppen von Frauen; abhängige Variablen: H1: Stereotype "Wie ... ist Frau xy?" (warmherzig, herzlich, kompetent, souverän); H2: Emotionen "In welchem Ausmaß werden die meisten Personen in Deutschland ein Gefühl von ... Frau xy gegenüber empfinden?" (Neid, Bewunderung, Geringschätzung, Mitgefühl); H3: Verhaltenstendenzen "In welchem Ausmaß werden die meisten Personen in Deutschland dazu neigen Frau xy ...?" (zu helfen, sich mit ihr zu verbünden, anzugreifen, zu vernachlässigen).
Schlagwörter: Einstellung, Frau, Datengewinnung, Stereotyp, Messinstrument, Mutter, Frauenbild, Sexismus, Skalenkonstruktion
Hauptklassifikation: 10105: Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften
Klassifikation: 10706: Sozialpsychologie, 20200: Frauen- und Geschlechterforschung
Methode: empirisch, Experiment, Grundlagenforschung, Methodenentwicklung, Theorieanwendung, empirisch-quantitativ

Datengewinnung

Veröffentlichungen

geplant

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

keine Angabe



Informationsquelle: Internet: http://www.uni-marburg.de/menschenfeindlichkeit/projekte